Botschaft zum Welttanztag 2019

 

Die diesjährige Botschafterin ist die ägyptische Tänzerin, Choreographin & Pädagogin Karima MANSOUR.

 PDF Lesen Sie hier ihre Botschaft

 

Der TAG DES TANZES wurde 1982 vom Tanzkomitee des Internationalen Theaterinstituts (ITI) ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird der 29. April gefeiert. Anlass ist der Geburtstag von Jean Georges Noverre (1727-1810), einem großen Reformer des Balletts.

Die Botschaft einer bekannten Persönlichkeit des Tanzes wird jährlich weltweit verbreitet. Die Absicht dieser Botschaft am Tag des Tanzes ist es, alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.

 www.international-dance-day.org

move4diversity

#move4diversity

 

#move4diversity

#move4diversity

Für Vielfalt, Demokratie und (Kunst-)Freiheit, für Toleranz und Weltoffenheit, gegen Rassismus

 

Alles tanzt - die Welt in Bewegung?

In der Kunst, die ohne Sprache auskommt, versammeln sich seit Jahrhunderten hochqualifizierte Fachleute aus allen Kontinenten. Sie sind moderne Nomaden mit leichtem Gepäck. Tänzerbiographien sind Reisebiographien. Der Tanz kennt keine Nation, Über (seine) Grenzen zu gehen, gehört zu seinen täglichen Übungen.

Die Theaterlandschaft versammelt seit Jahrzehnten an den Städtischen Bühnen und in den Freien Tanzensembles in Deutschland mehr als tausend Tänzer*innen, Choreograf*innen und Tanzpädagog*innen  aus der ganzen  Welt. Weit mehr als eine Million Menschen in Deutschland tanzen, werden unterrichtet von einer international besetzten Künstlergemeinde von über 7000 Tanzschaffenden. Eine große Bereicherung für das Kulturleben des Landes!

Im Angesicht der aktuellen Stimmung im Land, wo Rassismus und Diskriminierung alles Fremden an der Tagesordnung sind, zeigen die multinationalen Tanzcompagnien, wie kreativ, friedvoll und positiv das miteinander arbeiten und leben sein kann.

Der Dachverband Tanz Deutschland bekennt sich zur Vielfalt von Lebens-, Kunst- und Kulturwelten. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein um den Wert des Tanzes und seiner Akteur*innen in der Gesellschaft zu stärken und zu schützen.


Am 29.04.2019, zum Welttanztag, fängt unsere Aktion #move4diversity an!!


Alle Tanzschaffenden, alle Tanz-affinen werden aufgerufen an der Aktion teilzunehmen.

Wie das funktionieren kann, ist sehr einfach:

Ihr dreht ein kurzes Video (ein sehr kurzes Video!!!) in dem folgendes vorkommen sollte:

1.    Bewegungs-, Tanzsequenzen
2.    Farb-Strich über die Stirn ziehen, vom Haaransatz über den Nasenrücken
3.    Nachricht: „Ich tanze für……
...Vielfalt
...gegen Rassismus
...Demokratie
...Freiheit 
...Kunstfreiheit                                               
...für Toleranz                                               
...Weltoffenheit                                               
...für Multikulturalität                                           
...für das friedliche Miteinander der Kulturen
...usw. usw."

4.    Aufforderung, z.B.: „und du? Mach mit“
5.    Ende der Aufforderung: „show your move, show your colour“
(click  hier oder  hier um Beispiele für die Videos zu sehen)


Wichtig ist, das die Videos mit dem Hashtag #move4diversity versehen werden, somit können alle Videos und Nachrichten zu diesem Thema in den sozialen Netzwerken auffindbar gemacht werden.


Also, mach dich dran, poste dein Video unter dem Hashtag #move4diversity!!!

Folgt uns auf:
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Kick-off Kreativ-Transfer

Save the date!

am 22. März 2019 | 14.00 bis 17.00 Uhr
Radialsystem V | Holzmarktstr. 33 | 10243 Berlin

 

Künstler*innen und Kreative suchen für ihre Projekte, Kunstwerke und Ideen das Publikum, Partner*innen und Veranstalter*innen – immer mehr auch international. Aber oftmals fehlen die nötigen Kontakte, der Zugang zu den Netzwerken und die Erfahrung, um sich bietende Chancen erfolgreich zu nutzen. 

Im Programm „Kreativ-Transfer“ reisen Künstler*innen und kreative Teams, Produzent*innen und Vermittler*innen zu Messen und Plattformen in Deutschland, in Europa, Asien und Amerika. Sie präsentieren ihre Arbeiten, knüpfen neue Kontakte und finden Koproduzent*innen und Auftraggeber*innen. „Kreativ-Transfer“ fördert diese Reisen und stärkt den Austausch von professionellem Know-how. 

Beim Kick-off Kreativ-Transfer stehen Fragen und Ideen im Mittelpunkt:

Welche Rahmenbedingungen brauchen Künstler*innen, Vermittler*innen und Kreative für die internationale Arbeit? Was hindert sie, sich neue Kontakte, Arbeitsfelder und Märkte zu erschließen? Gemeinsam mit Expert*innen aus Netzwerken und Verbänden werden Herausforderungen, Wege und Ideen diskutiert. Das Projektteam stellt die Fördermöglichkeiten und Angebote für die kommenden zwei Jahre vor.

 

„Kreativ-Transfer“ ist ein Pilotprojekt in drei Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft: Darstellende Künste, Bildende Künste und Games. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). 

Träger des Projekts ist der Dachverband Tanz Deutschland (DTD). In der Umsetzung kooperiert der DTD mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK), der Initiative Neuer Zirkus (INZ), dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG), der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK), game – Verband der deutschen Games-Branche und transmissions GmbH.

Wir bitten um Anmeldungen (Vor- und Nachname, Berufsfeld, ggf. Institution) an  info(at)kreativ-transfer.de 

Kreativ Transfer ist in Kürze online:  www.kreativ-transfer.de

Deutscher Tanzpreis 2019

PK Deutscher Tanzpreis 2019, 05.04.2019 ©Ursula Kaufmann

 

Die Preisverleihung für den Deutschen Tanzpreis 2019 wird am 19. Oktober 2019 im Aalto Theater Essen stattfinden.

Mit dem Deutschen Tanzpreis werden überragende Persönlichkeiten des Tanzes in Deutschland geehrt. Das künstlerische Schaffen der Choreograf*innen und Tänzer*innen steht im Mittelpunkt, gleichwohl können auch Persönlichkeiten der Pädagogik, Publizistik, Wissenschaft oder anderer Bereiche des Tanzschaffens den Deutschen Tanzpreis erhalten.

Zudem sollen herausragende Interpret*innen und Ensembles wie auch besondere Entwicklungen in der Tanzlandschaft gewürdigt werden. Dies kann sich sowohl auf zukunftsorientierte Initiativen, modellhafte Konzepte wie auch auf außergewöhnliche Produktionen beziehen.

 

Preisträger*innen DEUTSCHER TANZPREIS 2019

Den DEUTSCHEN TANZPREIS 2018 erhält Gert Weigelt.

Eine Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz erhält Isabelle Schad

Eine Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen in sozialen und partizipativen Projekten des Tanzes erhält Jo Parkes

 

JETZT TICKETS SICHERN!
Tickets sind ab sofort erhältlich! Vom 8. bis 30. April 2019 gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die Eintrittskarten des Deutschen Tanzpreises.
Tickets erhalten Sie über  www.theater-essen.de (tickets@theater-essen.de / Tel. 0201/81 22-200).

 

Weitere Informationen unter:  www.deutschertanzpreis.de

TANZPAKT Stadt-Land-Bund

 TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz.

Die Initiative richtet sich an etablierte Künstler*innen, Ensembles und Produktionsstrukturen mit internationaler Ausstrahlung. Ziel ist die Förderung substantieller Projekte, die zur künstlerischen wie strukturellen Weiterentwicklung des Tanzes in Deutschland beitragen.

TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen Tanz fördernden Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das Programm ist ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit und Teil einer langfristig aufzubauenden Tanzförderung Stadt-Land-Bund. Seit 2012 wird dieser Prozess kontinuierlich von einer Initiativgruppe begleitet, die ausgehend von den Treffen und der Kommunikation mit der Tanzszene die konzeptionellen Rahmenbedingungen entwickelte. Sie bildete sich aus dem Dachverband Tanz Deutschland, der DIEHL+RITTER gUG, K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg, Tanzbüro Berlin und TanzSzene Baden-Württemberg. 

Das Programm basiert auf einem Beschluss des Deutschen Bundestags. Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zum Bundeshaushalt 2017 wurden vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags Mittel i.H.v. 5,625 Mio. € für die Realisierung von TANZPAKT Stadt-Land-Bund freigegeben. 

Geplant ist eine mehrjährige Förderung von Projekten, die sich aus einer Finanzierung durch den Bund und einer Ko-Finanzierung in mindestens gleicher Höhe durch Kommunen, Länder und ggf. weiterer Förderer im Matchfunding zusammensetzt. Das Förderprogramm umfasst somit ein Gesamtvolumen von ca. 10,5 Mio. €.

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit von TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist der stetige Dialog mit Kommunen und Bundesländern, um sie zu einem nachhaltigen und zukunftsweisenden Engagement für den Tanz zu bewegen. Um Projekte zu entwickeln, die überregional und modellhaft ausstrahlen, bedarf es eines besonderen Engagements in den Städten und Ländern sowie der Kooperation der Förderer – hierfür setzt nun die BKM mit dem neuen Förderprogramm ein wichtiges Signal.

Der  Dachverband Tanz Deutschland und die  DIEHL+RITTER gUG werden das Förderprogramm in kooperativer Trägerschaft durchführen. Die DIEHL+RITTER gUG ist verantwortlich für die Konzeption, Ausformung und Durchführung des neu eingerichteten Förderfonds.

Der Dachverband Tanz Deutschland ist verantwortlich für den gesamten kulturpolitischen Prozess, um auch auf kommunaler und Länderebene Projekte zu verstetigen und den Tanz zu stärken. 

 

 Alle Informationen finden Sie unter:  www.tanzpakt.de 

 

Kontakte

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Alexa Junge, Dachverband Tanz Deutschland 

Mariannenplatz 2, D-10997 Berlin 

Tel. 030 / 37 44 33 92

 presse(at)dachverband-tanz.de

 

Kulturpolitische Beratung, Information etc. beim Dachverband Tanz Deutschland

Bea Kiesslinger, Projektleitung kulturpolitischer Dialog

Tel. 0179 / 699 05 82 // 030 / 37 44 33 92

 b.kiesslinger(at)dachverband-tanz.de

 

Antragsberatung und allgemeine Fragen zum Förderfonds bei der DIEHL+RITTER gUG

Riccarda Herre und Isabel Niederhagen, Projektleitung Förderfonds

Tel. 030 / 81 82 82 33

 tanzpakt(at)diehl-ritter.de

DIEHL+RITTER gUG, Crellestraße 29-30, 10827 Berlin

 

TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz

 

Reichweite Tanz

Das Projekt „Reichweite des Tanzes in die Gesellschaft – Bildung, Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft“ soll in einem ersten Schritt die Präsenz des Tanzes in allen Gesellschaftsbereichen aufzeigen.

Erste Übersichten mit Daten und Fakten zum Tanz in Deutschland werden erstellt und die Kommunikation hierzu mit allen Tanzbereichen entwickelt. Perspektivisch sollen Publikation und Forschungsprojekte entstehen.

Aktuell arbeiten wir nicht an einer weiteren Statistik, sondern arbeiten vorhandene Statistiken auf. Zur Zeit zeigt eine Überschau über die Statistik des Deutschen Bühnenvereins in den letzten zehn Jahren deutliche Zuwächse beim Publikumszuspruch für den Tanz, in Schauspiel und Oper bleibt das Niveau dagegen „nur“ stabil. Erste Entwürfe für Landkarten des Tanzes – mit den landesweiten Strukturen für den Tanz, mit den Orten des zeitgenössischen Tanzes und den Tanzensembles in den Ländern – sind in der Überarbeitung. Recherchen zum Tanz in den neuen Medien, zur Rolle des Tanzes im Spektrum der Freizeitaktivitäten und zum Bild des Tanzes in der Werbung sind in Arbeit. 

Kampagne des Dachverband Tanz Deutschland

Kampagne

Alles tanzt – die Welt in Bewegung – Es spricht der Tanz, es tanzt die Politik. 

 

Die Bedeutung des Tanzes als Sprache des menschlichen Körpers - gerade in dieser Zeit des Umbruchs und der Migration - wird im Jahr 2018 mit fünf intensiven und politisch relevanten Botschaften des Tanzes zum Welttanztag untermauert und in die Welt ausgesandt.

Jedes Jahr am 29. April, dem Welttanztag, wird die große Bandbreite des Tanzes durch unzählige Aktivitäten vor Ort präsentiert. 

Mit der Aussendung der Botschaften zum Welttanztag verbindet der Dachverband Tanz Deutschland den Auftakt einer Kampagne, die bis zum 29.April 2019 aufzeigen will, wie dynamisch sich die Kunstsparte Tanz entwickelt hat – formal, ästhetisch, in ihren Formaten, in ihrer Vermittlung, politisch wie gesellschaftlich.

Hintergrund zur Kampagne:
Die deutsche Tanzlandschaft konnte sich durch vielfältige Projekte, Förderinstrumente und kulturpolitische Diskussionen immens weiterentwickeln. Doch immer noch sind bei Spardebatten die Tanzensembles zuerst ernsthaft gefährdet, sind freie Tanzprojekte mit nur geringen Förderungen ausgestattet.

Ein Weg, dies langfristig zu ändern, führt über eine bessere Kommunikation mit der Politik – in den Kulturverwaltungen und Stadträten, Ministerien und Landtagen und in der Bundespolitik. Oftmals haben Tanzschaffende wenig Kontakt zu ihren Politiker*innen und bei diesen besteht nur wenig Kenntnis über die künstlerische Arbeit im Tanz, über Training und kreative Prozesse, über die pädagogische Arbeit und Vermittlungsformate, über die physischen Anforderungen und über notwendige Gesundheitsprävention. Das kann sich nur ändern, wenn die Gesprächs-partner*innen in der Politik ein Bild von dem bekommen, was die künstlerische und pädagogische sowie vermittelnde Arbeit im Tanz bedeutet. 

Erst dann werden das große Potenzial, die Qualität und die Bedeutung des Tanzes für die Kulturlandschaft und die Gesellschaft erfahrbar.

 

Kampagne: Alles tanzt – die Welt in Bewegung - Es spricht der Tanz, es tanzt die Politik

Ab dem Welttanztag 2018 vom 29. April 2018 bis zum 29. April 2019 ruft der Dachverband Tanz Deutschland ganz konkret alle Tanzkünstler*innen, Organisationen, alle Institutionen und Netzwerke des Tanzes auf, sehr persönlich in den konkreten Dialog mit ihren Politiker*innen vor Ort zu treten und über ihre Lebensrealität mit dem Tanz zu informieren, um Berührungsängste abzubauen, um die Kunstform Tanz - im Gespräch oder über die Bewegung - den Politiker*innen nahezubringen, um Tanz erlebbar zu machen und über die Bedingungen des Berufsfeldes Tanz zu sprechen oder eben gemeinsam zu tanzen – eine Aufforderung zum Tanz!

Diese Kampagne ist auch inspiriert von der starken Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen Ihre Abgeordneten“ von Dramaturgischer Gesellschaft, Ensemble-Netzwerk, Bund der Szenografen, Deutscher Bühnenverein, Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, Konferenz Konkret, der Fachverband Deutsche Theatertechnische Gesellschaft.

Und so wären wir stolz und glücklich, wenn bis zum Welttanztag 2019 tausende Tanzschaffende jeglichen Alters und jeglicher Herkunft einem ihrer Politiker*in auf kreative und informative Weise Aspekte des Tanzes vermitteln konnten.

 

Im Namen des Dachverband Tanz Deutschland und für die Arbeitsgruppe „Welttanztag und Alles tanzt“

Bea Kießlinger und Michael Freundt

Pressekontakt:

Alexa Junge

Dachverband Tanz Deutschland

Mariannenplatz 2

10997 Berlin

Tel. 030 / 37 44 33 92    

presse@dachverband-tanz.de

www.dachverband-tanz.de

Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen

Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen |  Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland e.V. |   www.kulturstiftung-bund.de/tanzland 

 

Der TANZLAND - Fonds für Gastspielkooperationen der Kulturstiftung des Bundes in Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland, fördert die langfristige Zusammenarbeit von Tanzensembles mit den Theaterhäusern der INTHEGA. 

Die 13 Gastspiel-Kooperationen aus der ersten Förderrunde werden jetzt durch acht weitere Partnerschaften ergänzt, die in den kommenden Jahren ein intensives Tanz- und Vermittlungsprogramm in kleineren Städten anbieten werden. 

Die Jury – bestehend aus Dr. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin des Staatsballetts Berlin, Tarek Assam, Ballettdirektor des Tanzcompagnie Gießen und Werner Müller, Intendant des Inthega-Theaters Fürth – stellte fest, dass es in dieser zweiten Förderrunde gelungen ist, auch kleine Bühnen zu aktivieren, die bisher nur sehr selten oder gar keinen zeitgenössischen Tanz gezeigt haben. 

Durch die Förderung kann nun ein dauerhaftes Programm für das lokale Publikum entwickelt werden, das dazu einlädt, Tanz auf der Bühne live erlebbar zu machen. Zusätzlich werden Vermittlungsangebote entwickelt und Workshops mit den Ensembles initiiert, die dazu beitragen sollen, die Arbeit der Kompagnien besser kennenlernen zu können. So entstehen Partnerschaften, die über den reinen Gastspielbetrieb hinaus nachhaltige Bindungen zwischen den Ensembles und dem Publikum ermöglichen. Vier der ausgewählten Ensembles sind fest verankert an einem Stadt-und Staatstheater, vier von ihnen arbeiten als freie Kompagnien.

In der ersten Antragsrunde wurden die Gastspielkooperationen gefördert zwischen:

  • Stadt Arnsberg mit dem MichaelDouglas Kollektiv
  • Aschaffenburg mit dem Ballett des Musiktheater im Revier
  • Bremerhaven mit der Compagnie Toula Limnaios
  • Düren mit der Compagnie IreneK.
  • Eschborn mit Célestine Hennermann & Team
  • Theater Gütersloh mit dem Ballett Dortmund
  • Theater Hameln mit dem Tanztheater Braunschweig
  • Kulturhaus Lüdenscheid mit Billinger&Schulz
  • Neuburg a.d. Donau mit dem Nordharzer Städtebund Theater
  • Villingen-Schwenningen mit dem Bayerischen Juniorballett
  • Vöhringen mit dem Sorbischen National Ensemble Bautzen
  • Waldkraiburg mit dem Ballett Pforzheim
  • Theater Wolfsburg mit der janpusch.company

 

In der zweiten Antragsrunde werden die Gastspielkooperationen gefördert zwischen:

  • Stadttheater Herford und Deutsche Tanzkompanie (Neustrelitz)
  • Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck und tanzmainz
  • Veranstaltungsring Metzingen e.V. und Ballett Pforzheim
  • Lessingtheater Wolfenbüttel und Ensemble Dance On
  • Kulturbüro der Stadt Offenburg und Company Nanine Linning
  • Amt für Kultur der Stadt Aalen und Posterino Dance Company (München)
  • Salzlandtheater Staßfurt und Theater Koblenz
  • Kulturverein Winsen (Luhe) e.V. und steptext dance project (Bremen)

 

Im kommenden Jahr werden sich die Aktivitäten des Programmes darauf konzentrieren, die laufenden Projekte intensiv zu begleiten und durch Netzwerktreffen und Workshops Impulse für die weitere Zusammenarbeit zu geben. Dabei steht die Frage nach einer engagierten Publikumsarbeit in der Fläche und der Qualifizierung von Vermittlungsarbeit im Vordergrund. 

 

Weitere Informationen unter  www.tanzland.org.

 

Kontakt: Sabine Reich | Programmleitung TANZLAND

Dachverband Tanz Deutschland,  Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

 info(at)tanzland.org |  www.tanzland.org

INTERNATIONALISIERUNGSINITIATIVE TANZ

Dem Dachverband Tanz war es gemeinsam mit dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ 2013 gelungen, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags dem damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien neue Mittel für die gezielte Förderung von Tanzprojekten aus Deutschland und deren internationale Ausstrahlung bereitstellt. Die Freigabe der Mittel verdankt sich dem besonderen Engagement von Rüdiger Kruse MdB (CDU), Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags.

Damit ist es möglich, die mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes bereits erprobte  NPN-Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln des BKM fortzuführen. Ziel der NPN-Koproduktionsförderung Tanz ist es, die Mobilität, den Austausch und die Kooperation zwischen Künstlern, Veranstaltern und Produzenten sowohl überregional als auch international zu unterstützen und die Entstehung neuer Tanzproduktionen zu fördern, die möglichst über solistische oder kleinteilige Formate hinausgehen.

Zur internationalen Promotion und nachhaltigen Vernetzung von zeitgenössischem Tanz aus Deutschland startete 2013 ein neues Fördermodell – die  NPN-Gastspielförderung Tanz International nach dem Vorbild der inländischen NPN-Gastspielförderung. Sie richtet sich an Multiplikatoren sowie Veranstalter im Ausland und fördert diese, wenn sie in Deutschland entstandene Produktionen einladen und bestimmte Mindestgagen anbieten, die an den in Deutschland üblichen Sätzen orientiert sind.

Die Administration beider Fördermodelle liegt bei  JOINT ADVENTURES. Sämtliche Förderanträge sind hier einzureichen und werden hier geprüft. Eine Fachjury entscheidet über die Förderungen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) ermöglicht ein innovatives Fördermodell, das für den Tanz aus Deutschland mehr Kontinuität in der künstlerischen Arbeit und größere internationale Ausstrahlung sichert.

 

Evaluierung der Gastspiel- und Koproduktionsförderung

Die Zuwendungsempfänger werden gebeten, dem Dachverband Tanz Deutschland die Daten zu den Gastspielen und den Koproduktionen mitzuteilen. Die jeweiligen Evaluierungsbögen finden Sie unten stehend zum Download.

Auf diese Weise dokumentieren wir die Effizienz und den Erfolg des NPN gegenüber Bund und Ländern.

Bitte schicken Sie das ausgefüllte Formular an folgende Adresse:

Dachverband Tanz Deutschland, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

oder per Mail an:  mobility(at)dachverband-tanz.de


 DOC Evaluierung Gastspielförderung Tanz International /  DOC Evaluation International Guest Performance
 DOC Evaluierung Koproduktionsförderung Tanz /  DOC Evaluation Co-Production

 

 

Fachtag Darstellende Künste | 14.–16.09.2017, Dresden

 

Kreative Allianzen für eine demokratische Öffentlichkeit
Tanz- und Theaterschaffende diskutierten in Dresden kulturpolitische Strategien

 

Am Samstag, 16.9.2017, ging der dreitägige Fachtag Darstellende Künste zu Ende, der rund 70 Tanz- und Theaterschaffende aus ganz Deutschland mit Dresdner Künstler*innen und Vertreter*innen der Kulturverwaltung und Kulturpolitik zusammenbrachte. 

Initiiert vom Verein Villa Wigman für TANZ und konzipiert in Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste wurde der Fachtag vom 14. bis 16. September in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden ausgerichtet. 

Die Teilnehmer*innen bekräftigten die Bedeutung einer Kulturpolitik, die sich als Gesellschaftspolitik begreift und das Ziel verfolgt, demokratische Auseinandersetzung zu stärken und Partizipation zu ermöglichen.

Die Darstellenden Künste – die Tanz- und Theaterhäuser wie auch die Freie Szene – bilden einen Kern der kritischen Bürgerschaft, welche die Entwicklung einer demokratischen Öffentlichkeit ganz wesentlich mitgestalten. Wie wichtig dabei auch eine starke Freie Szene als kritische Stimme, künstlerischer Stachel wäre, wurde in Dresden einmal mehr deutlich. Dresden – von außen noch immer als die Stadt der Pegida wahrgenommen – muss seine Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 auch als Aufgabe zur Entwicklung einer vielfältigen, kritischen Kunstszene begreifen. 

Künstlerische Qualität und professionelles Arbeiten erfordern angemessene Fördermittel und zeitgemäße Produktionsstrukturen. In der Debatte zeigte sich, dass nach wie vor nur geringe Fördersummen für die freien Darstellenden Künste zur Verfügung stehen. In vielen Kommunen beträgt die Einzelförderung nur einige Tausende Euro. Die Ergänzung durch Landesmittel gelingt nur wenigen. Ohne ergänzende Förderung durch die Ländermittel sind nur kleinste Produktionen möglich. Honoraruntergrenzen sind kaum einzuhalten. Der Eigenanteil für Förderprogramme des Bundes fehlt zumeist.

Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme diskutierten die Teilnehmer*innen des Fachtags die Arbeitsschritte zur Veränderung dieser prekären Situation. Erfolgreiche Entwicklungen aus Basel, Bremen, Frankfurt am Main und Freiburg bestätigten die Bedeutung eines langfristigen Dialogs aller Akteure. Freie Künstler*innen, Spielstätten und Produktionshäuser dürfen sich nicht als Konkurrenten, sondern müssen sich als Partner nicht nur in künstlerischen, sondern auch in kulturpolitischen Strategien begreifen. Ihnen wiederum stehen – so das Ziel – Kulturverwaltungen nicht als Kontrahenten, sondern gleichfalls als Partner gegenüber. Denn es gilt, den Beitrag der Kultur für die Entwicklung der Stadtgesellschaft in allen Politikfeldern deutlich zu machen. 

Hierfür, darüber waren sich die Teilnehmer*innen einig, braucht es klare Argumente, überzeugende Konzepte, einen langen Atem und starke Allianzen.

Beispielhaft für diesen Prozess ist die Unterstützung, welche der Villa Wigman für TANZ e.V. für sein Vorhaben erhält, die ehemalige Wohn- und Wirkungsstätte von Mary Wigman als Produktionsort für die zeitgenössische Kunst zu entwickeln. Die Villa Wigman soll Teil eines kreativen, künstlerisch und kulturpolitisch starken Netzwerks der Darstellenden Künste werden, Identifikationsort für Tanz- und Theaterschaffende, offen für interdisziplinäre Kooperationen in der städtischen Kulturlandschaft und international vernetzt. 

Der Fachtag Darstellende Künste war Teil des Projekts „Bautzner Str. 107, Past Present Future“ des Villa Wigman für TANZ e.V., gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, in Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste.

Konzept und Programmleitung: Johanna Roggan und Michael Freundt

Organisation: Josefine Wosahlo und Nicole Fiedler

 

„Bautzner Straße 107, Past Present Future“ 

Ein TANZFONDS ERBE Projekt des Villa Wigman für TANZ e.V.

Konzept und Künstlerische Leitung: Katja Erfurth, Johanna Roggan, Anna Till und Isaac Spencer

Projektleitung: Josefine Wosahlo

PR & Öffentlichkeitsarbeit: Isolde Matkey

Projektassistenz: Heike Zadow

 www.villa-wigman.de

Archivplattform

Die deutschen Tanzarchive bewahren einen großen Schatz, rund eine Million Dokumente zur Tanzgeschichte, nicht nur Manuskripte, Briefe und Kritiken, sondern auch Fotos, Kostüme, Filme oder Videos.

Dieses kulturelle Erbe gilt es zu bewahren und für kommende Generationen auch über Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen.
Fünf Tanzarchive – Akademie der Künste Berlin, Deutsches Tanzarchiv Köln, Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, Mime Centrum Berlin und Tanzarchiv Leipzig – agieren seit 2007 im Verbund deutscher Tanzarchive (VdT).

Gemeinsam arbeiten sie an einer Präsentation ihrer Sammlungen im Internet, das heißt zunächst vor allem an Lösungen für die enormen rechtlichen, technologischen und sachlichen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.

Die Digitalisierung und online-Präsenz der Materialien soll auf künstlerische und wissen­schaftliche Fragen Antworten geben, aber auch einem breiten Publikum die Vielfalt des Tanzes nahe bringen, wie das in einigen europäischen Nachbarländern bereits geschieht (besonders Frankreich, Belgien und England).


Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.tanzarchive.de

Tanzjahr Deutschland 2016

DANCE NOW – 2016 ist Tanzjahr!

2016 wird ein besonderes Jahr für den Tanz: Unter Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB, findet das Tanzjahr Deutschland 2016 statt.

 „Das Tanzjahr Deutschland ist eine von vielen Partnern im Tanzbereich getragene konzertierte Aktion, für die ich gern die Schirmherrschaft übernommen habe. Für die Kommunikation der vielfältigen kulturellen und integrativen Wirkungen des Tanzes in der Gesellschaft wünsche ich der Initiative viel Erfolg“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Die Website zum Tanzjahr, die alle Veranstaltungen und Aktivitäten für 2016 bündelt, ist jetzt online:  www.tanzjahr2016.de.

Das Tanzjahr Deutschland 2016 ist eine Kampagne der Tanzszene – initiiert durch das Künstlerhaus Mousonturm, welches die Tanzplattform ausrichtet, den Tanzkongress und die internationale tanzmesse nrw sowie den Dachverband Tanz Deutschland.

Erstmals finden die drei großen Tanzereignisse in Deutschland, die ein beträchtliches nationales und internationales Publikum anziehen, innerhalb eines Jahres statt: Die Tanzplattform Deutschland als das bedeutendste Festival des in der Bundesrepublik produzierten zeitgenössischen Tanzes (Frankfurt, 02.-06.03.), der Tanzkongress als einzigartiges internationales Kreativ- und Reflexionsforum der Kulturstiftung des Bundes (Hannover, 16.-19.06.) sowie das größte professionelle Branchentreffen, die internationale tanzmesse nrw, die als Netzwerkveranstaltung und internationales Festival Künstler und Publikum verbindet (Düsseldorf, 31.08-03.09.). 

Die verschiedenen Facetten und Botschaften des Tanzjahres werden darüber hinaus durch eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen sichtbar gemacht. Hochkarätige Expertentreffen wie der Europäische Kongress der Tanzmedizin und das Internationale Treffen der Tanzarchive, Symposien zur Tanzpädagogik und Tanzforschung, das Tanztreffen der Jugend und viele weitere publikumswirksame Veranstaltungen tragen die Kunstform Tanz in alle Bereiche der Gesellschaft. Die deutschen Tanzfestivals, Ballett- und Tanztheatercompagnien verknüpfen ihre Premieren und Produktionen mit der Initiative des Tanzjahres. 

Damit können zum einen der intellektuelle Reichtum und die enorme Vielfalt des Tanzes verdeutlicht, aber auch die Potenziale dieser Kunstform für Bildung, Kreativität, Gesundheit und Integration aufgezeigt werden. 

Machen Sie mit!

Tanzjahr präsentiert das Netzwerk Tanz auf dieser Webseite lebendig in all seinen Facetten. Jede/r Tanzschaffende kann mitmachen und seine Informationen platzieren.

Nutzen Sie die  Online-Werkzeuge, die wir Ihnen zur Verfügung stellen, um Ihre Arbeit im Internet reichhaltig und effizient zu platzieren.

Die Tanzplattform Deutschland

Die TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND (TPD) versteht sich als Forum zur Präsentation aktueller Entwicklungen und innovativer Strömungen im zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Sie wurde 1994 ins Leben gerufen und war anfangs als Vorauswahl für den renommierten Choreografenwettbewerb "Les Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis" gedacht.

Sie richtet sich an Gäste aus dem In- und Ausland, an Kulturveranstalter, die Fachpresse und ein interessiertes Publikum und präsentiert innerhalb von wenigen Tagen ein breites Spektrum an Tanzproduktionen. Die TPD ist ein Ort des Austauschs und eine lebendige Kontaktbörse für Tanz- und Kulturschaffende.

Als Biennale konzipiert findet sie in wechselnden deutschen Städten statt. Bisherige TPD-Orte waren Berlin (1994), Frankfurt am Main (1996), München (1998), Hamburg (2000), Leipzig (2002), Düsseldorf (2004), Stuttgart (2006), Hannover (2008), Nürnberg (2010), Dresden (2012) und Hamburg (2014), Frankfurt am Main (2016).

PACT ZOLLVEREIN IST AUSRICHTER DER  TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2018.

Ko-Veranstalter > Hebbel am Ufer, Berlin, TanzWerkstatt, Berlin, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main, JOINT ADVENTURES, München, Kampnagel Internationale Kulturfabrik, Hamburg, euro-scene, Leipzig, tanzhaus nrw, Düsseldorf, Theaterhaus, Stuttgart, Tanz/Theater e.V., Hannover, KunstKulturQuartier, Nürnberg, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt a.M..

Das ITI Deutschland und das Goethe-Institut sind Partner der TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND.

 Weitere Informationen

INTANGIBLE CULTURAL HERITAGE AND INNOVATION

Symposium

2D and 3D Documentation and Visualisation of Performing Arts, Folklore and Rituals through the example of: DANCE

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Projekten und Netzwerken hat der Dachverband Tanz Deutschland und das Initial Training Network for Digital Cultural Heritage ein dreitägiges Symposium ausgerichtet, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwen­dung im Bereich des immateriellen Kultur­­erbes darstellen und diskutieren wird. Die ver­schie­denen Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus.

Innovative Modelle zur Digitalisierung des Kulturellen Erbes sind in aller Munde. Dabei scheint die Erfassung des immateriellen Kulturerbes – in Ritualen, in der Folklore oder in den Künsten – eine besonders komplexe und gleichzeitig reizvolle Aufgabe zu sein.

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Netzwerken richtet der Dachverband Tanz Deutschland ein dreitägiges Symposium aus, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwendung im Bereich des immateriellen Kulturerbes darstellen und diskutieren wird.Die Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus: Der Erhalt von Tanz – als eine flüchtige Kunst – auch für zukünftige Generationen ist eine anspruchsvolle, aber unverzichtbare Aufgabe.

Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten seiner Digitalisierung und Visualisierung ist dabei beides: Herausforderung und faszinierendes Projekt. Zugleich sollen auf dem Symposium auch andere Formen von raumzeitlicher Bewegung, von Dynamiken und Expressionen angesprochen werden – wie bspw. in Ritualen und Liturgien, der Folklore und anderen performativen Künsten.

Neben den technischen Errungenschaften im Feld der Digitalisierung des immateriellen Kulturerbes, setzt die Veranstaltung auch einen Akzent auf Fragen derAnwendbarkeit dieser Technologien für künstlerische Prozesse, Formen und Sprachen.

Rund 150 Referent*innen und Teilnehmer*innen aus ganz Europa werden auf dem Symposium erwartet – Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen. In Vorträgen, Präsentationen und praxisorientierten Laboratorien werden Fragen der 3D- und 4K-Aufzeichnung und -Visualisierung diskutiert sowie Erfahrungen und Projektideen ausgetauscht.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

  • Akteur*innen aus dem Tanzbereich (Tanzarchive, Tanzfilmemacher*innen, Choreograf*innen, Tänzer*innen…), die an der Dokumentation von Tanz, deren Weiterentwicklung und Optimierung und damit am Erhalt unseres Kulturellen Erbes interessiert sind;
  • Wissenschaftler*innen und Forscher*innen, die neueste technische Errungenschaften teilen und ihre technischen Fertigkeiten bei der Erfassung von bewegungsbasierten Ereignissen herausfordern möchten;
  • Künstler*innen, die daran interessiert sind, neue digitale Technologien in kreativen Prozessen und Performances zu nutzen.

 

Das Symposium wird ausgerichtet von Dachverband Tanz Deutschland und Initial Training Network for Digital Cultural Heritage. Partner sind das Internationale Theaterinstitut - Zentrum Bundesrepublik Deutschland, Mime Centrum Berlin, Institut für Museumsforschung, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, 4D-Ch World, i-Treasures, DARIAH-EU,DARIAH-CY, Digital Heritage Research Laboratory (Cyprus University of Technology) und der Verbund Deutscher Tanzarchive. Gefördert durch: Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

European Video Dance Heritage

Die Konferenz European Video Dance Heritage bildet den Auftakt des gleichnamigen EU-Projektes und richtet die Aufmerksamkeit auf das Kulturelle Erbe im Tanz, auf die Bewahrung und Sicherung in den Tanzarchiven wie auch die Sichtbarkeit dieses Schatzes im 21. Jahrhundert, seiner Präsentation in den TV-Medien und neuen Formaten/Plattformen im Internet.


Mit einer Vielzahl von hoch kompetenten Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Politik, (Neue) Medien, Technologie und Rechtswissenschaft sowie den wichtigsten Tanzarchiven Europas fragt die Konferenz nach dem Erbe und der Zukunft des Tanzes in der digital vernetzten Welt.

Das EU-Projekt European Video Dance Heritage umfasst eine zweijährige Analyse und ein experimentelles Programm, in denen sich die Projektpartner mit der Entwicklung eines audio-visuellen Gedächtnisses des Tanzes befassen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein solches Gedächtnis aufgebaut und das Tanzerbe schließlich jüngeren Generationen zugänglich gemacht werden kann. Die voranschreitende Entwicklung digitaler Technologien sowie die unterschiedlichen Zugänge zu Ressourcen spielen unweigerlich eine zentrale Rolle in dieser Auseinandersetzung.

Das EVDH-Projekt wird geführt vom Maison de la Danse. Wichtigster Co-organiser ist ein Konsortium, geführt vom Dachverband Tanz Deutschland. Zu diesem Konsortium gehören tanzhaus nrw / iDAS NRW, das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, Tanzfonds Erbe / Diehl+Ritter gUG (haftungsbeschränkt). Das EU-Projekt bringt Partner aus Frankreich, Portugal, Spanien, Polen, Italien, Finnland, Österreich und Deutschland zusammen, wie auch die europäischen Netzwerke EDN (European Dance Network) und ENICPA (European Network of Information Centres for the Performing Arts).