Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Dachverband Tanz Deutschland befindet sich im Kunstquartier Bethanien in Berlin.

 

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Dachverband Tanz Deutschland
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10997 Berlin

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Verhaltenskodex des Dachverbandes Tanz Deutschland (DTD)

Verhaltenskodex des Dachverbandes Tanz Deutschland (DTD) zur Prävention von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen


Ethisches Selbstverständnis der Mitglieder des Dachverbandes Tanz Deutschland


Die Mitglieder des Dachverbandes Tanz Deutschland betrachten es als ihre Aufgabe, überall dort, wo sie beziehungsweise ihre Mitarbeiter*innen tätig sind, sich für ein Arbeitsumfeld einzusetzen, in dem alle Menschen frei von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen tätig sein können und wechselseitig Respekt und Wertschätzung erfahren. Die Grundlage hierzu stellt der vorliegende Verhaltenskodex dar. Er ist für die Mitglieder des Dachverbandes Tanz Deutschland verpflichtend.

Verhaltenskodex des Dachverbandes Tanz Deutschland zur Prävention von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen


Mit Verweis auf die Artikel 1, 3 und 5 des Grundgesetzes und der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und auf der Basis des zuvor beschriebenen ethischen Selbstverständnisses verpflichten sich die Mitglieder des Dachverbandes Tanz Deutschland zur Einhaltung der folgenden verbindlichen Verhaltensregeln für alle Mitarbeiter*innen, Künstler*innen und Auszubildenden in ihren Organisationen, Spiel- und Ausbildungsstätten, unabhängig von ihrer Position:

  • Unmissverständlich zu unterscheiden zwischen einem ethischen Verhalten in beruflichen und privaten Beziehungen und zu trennen, was innerhalb einer künstlerischen und pädagogischen Arbeit einerseits und in einer privaten Beziehung andererseits angemessen und erlaubt ist.
  • In keiner Weise die für das Kunstschaffen notwendigen Freiräume durch Machtmissbrauch und Übergriffe jedweder Art auszunutzen.
  • Sich respektvoll gegenüber allen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Behinderung, sexueller und politischer Orientierung zu verhalten und insbesondere aktiv und präventiv für den Schutz und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen zu sorgen.
  • Jede Form von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexueller Belästigung in gestischer, sprachlicher und körperlicher Form zu unterlassen.
  • Verantwortungsvoll und transparent mit der im beruflichen Kontext übertragenen Autorität und Macht umzugehen.
  • Sich bewusst zu sein, dass das eigene Verhalten einem*r Anderen gegenüber eine andere Wirkung erzielen kann als beabsichtigt.
  • Eigene Motive und Absichten eindeutig und klar zu kommunizieren.
  • Konflikte offen anzusprechen und sich zu bemühen, diese fair zu lösen.
  • Aktiv einzuschreiten als bezeugende Person von Diskriminierung, Machtmissbrauch, sexuellen Übergriffen und unangemessenem Verhalten jeglicher Art.
  • Unangemessenes Verhalten direkt anzusprechen und bei ausbleibendem Verständnis entsprechende Personen oder Institutionen (ESK-DTD) des Vertrauens zu informieren.
  • Verantwortungsträger*innen, Mitarbeiter*innen und Auszubildende aktiv zu schützen, aufzuklären und zu schulen.
  • Innerbetriebliche Prozesse kontinuierlich kritisch zu betrachten, zu hinterfragen und den hier formulierten Verhaltenskodex aktiv im eigenen beruflichen Alltag umzusetzen.

 

Kennzeichen von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen

Grundsätzliche Kennzeichen von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen im Sinne der ethischen Leitlinien des Dachverbandes Tanz Deutschland sind Handlungen, die gegen die geltenden Gesetze, die Würde und den Willen einer anderen Person, insbesondere von Kindern und Jugendlichen ausgeübt werden. Beispiele für solche grenzüberschreitenden Handlungen sind:

  • Die im künstlerischen Prozess und Arbeitsverhältnis entstehenden Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnisse für private Interessen zu missbrauchen.
  • Die physische und psychische Gesundheit der Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden und/oder Arbeitnehmer*innen zu missachten und zu gefährden.
  • Die gesetzlich oder rechtsverbindlich vereinbarten Rechtsansprüche von Arbeitnehmer*innen gegenüber Arbeitgebern, Sozial- und Unfallversicherungsträgern zu verschleiern, zu verhindern und/oder zu unterlassen.
  • Auszubildende, Studierende und/oder Arbeitnehmer*innen aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer sexuellen und politischen Orientierung sowie ihres inner- und außerbetrieblichen Engagements zu benachteiligen.
  • Vertrauliche Informationen und Daten, bspw. zum Gesundheitszustand einer Person, für unzulässige Zwecke oder zum persönlichen Vorteil zu missbrauchen.
  • Das Versprechen von Vorteilen für sexuelle Handlungen und die Androhung von Nachteilen für die Ablehnung von sexuellen Avancen.
  • Das versuchte oder vollzogene Erzwingen von sexuellen Handlungen.
  • Körperliche Berührungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der künstlerischen Arbeit stehen und ohne Zustimmung geschehen.
  • Herabwürdigende Berührungen, körperliche Übergriffe, Nötigung und die Aufforderung zu sexuellem Verhalten.
  • Das Zeigen und Verbreiten von Pornographie auch gegenüber Erwachsenen, wenn dies nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der künstlerischen Arbeit steht.
  • Jede Art von abwertenden, entwürdigenden oder anzüglichen Bemerkungen, Witzen und/oder Gesten über das Geschlecht, den Körper, die Religion, die Herkunft sowie die sexuelle und politische Orientierung einer Person.
  • Verstöße gegen den vorliegenden Verhaltenskodex zu tolerieren, nicht anzuzeigen oder deren Klärung aktiv zu unterbinden.

 

Fassung I Stand 04.03.2020, AG Ethik DTD