TanzArt-ostwest

Seit 16 Jahren vernetzt und führt das TanzArt-ostwest Festival den zeitgenössischen Tanz in Europa, mit seinen vielfältigen stilistischen Ausprägungen, zusammen. Rund 40 bis 50 Ensembles aus der internationalen Tanzszene befinden sich in kontinuierlichem Dialog miteinander. Zusammen sind etwa 80 nationale und internationale Compagnien aus festen und freien Theaterstrukturen mit ihren Beiträgen am TanzArt-ostwest Festival beteiligt.

Aktiv wird der tänzerische und künstlerische Austausch zwischen Tänzern, Compagnien und Choreographen auf multi-nationaler Ebene gefördert und bestehende Netzwerke werden gepflegt und weiter ausgebaut. Die TanzArt-ostwest ist eine Plattform, auf der sich die Beteiligten in individuellen Ausprägungen präsentieren können. Alljährlich entstehen dadurch neue und sehr häufig langfristige Kooperationen.

Das TanzArt-Netzwerk hat mittlerweile vielfache Verbindungen nach Italien, Bulgarien, Polen, Belgien, Österreich, der Schweiz, der Slowakei und Schottland geknüpft, und, über die ursprünglich europäisch ausgerichtete Konzeption hinaus, Kontakte bis nach China ermöglicht. Die Mitarbeiter des TanzArt-ostwest Festivals pflegen die Kontakte und erhalten und bauen diese Plattform aktiv weiter aus. Darüber hinaus werden sowohl Kunstausstellungen, Tanzsymposien, sowie vielfältige weitere Performancemöglichkeiten wie Site-Specifics und Ähnliches zum künstlerischen Austausch in das Programm des Festivals integriert.
  
Auszug des TanzArt-ostwest Konzepts für den EU-Antrag 1998:

Dem Festival TanzArt-ostwest liegt ein innovatives gesamteuropäisches Kulturkonzept mit dem Schwerpunkt „Bühnentanz” zugrunde. Damit leistet „TanzArt-ostwest” einen wesentlichen Beitrag zum Kulturaustausch, zur internationalen Vernetzung und zur Verflechtung von ost- und westeuropäischen Tanzcompagnien.

Es ist dies das erste internationale Projekt, das sich ausschließlich der Sparte „Zeitgenössischer Tanz” widmet und auf der Basis des wechselseitigen künstlerischen Austausches von ost- und westeuropäischen Tanzensembles durchgeführt wird. Im Vordergrund steht dabei die Zusammenführung von Tanzcompagnien aus Ost- und Westeuropa, die die zeitgenössische Tanzsprache und das Tanztheater choreographisch weiter entwickeln und innovative künstlerische Arbeiten ermöglichen.

Das Festival TanzArt-ostwest strebt danach:

- den nachhaltigen und langfristigen Aufbau eines Netzwerkes zwischen Tanzcompagnien an Theatern und festen Kultureinrichtungen zu intensivieren;

- die in Ost- und Westeuropa unterschiedlichen choreographischen Entwicklungen und Tendenzen in wechselseitigem Austausch choreographischer Arbeiten aufzuzeigen und in ihrer kontinuierlichen Entwicklung erfahrbar zu machen - für das Publikum und die Choreographen und nicht zuletzt für Tänzerinnen und Tänzer;

- (Theater-) Besucher für die zeitgenössische Tanzkunst zu sensibilisieren, bzw. sie überhaupt erst als Zuschauer an die zeitgenössische Tanzkunst heranzuführen;

- die Tanzkunst als zeitgenössische Kunst nicht isoliert zu betrachten, sondern mit anderen darstellenden Künsten (Malerei, Bühnenfotografie etc.) zu vernetzen;
- die Zahl der Projektteilnehmer konsequent zu erweitern und eine Zusammenführung und Verdichtung der künstlerischen Interaktion zu bewirken;

- dem Publikum die Vielfalt zeitgenössischer choreographischer Handschriften sichtbar zu machen. Das Festival TanzArt ostwest basiert auf einem virtuellen Ringmodell: jede in das Festival eingebundene Compagnie beteiligt sich mit einem künstlerischen Beitrag an den Veranstaltungen der jeweilig anderen Theater und richtet selbst (mindestens) eine Veranstaltung aus.

Künstlerische Leitung: Tarek Assam
Konzeptionelle Mitarbeit: Dr. Mechtild Hobl-Friedrich, Theaterdirektorin i.R., theater itzehoe